Studienauftrag Oftringen

OFTRINGEN, AG
2025, NEUBAU

Verfahren: selektiver Studienauftrag

Bauherrschaft: METHABAU Real Estate AG

Rangierung/Preis: engere Auswahl

Programm: Mischnutzung

Mitarbeit Wettbewerb: Stefan Herzog, Sebastian Ritter, Aron Karrer, Timm Brinsa

Landschaftsarchitekt: Westpol Landschaftsarchitektur

Planung: 2025

Bauweise: Skelettbauweise

Fassade: Holzfassade

Visualisierung: Robin Archive

Das geplante Gebäude markiert den Abschluss der Überbauung „Butterfly“ und verbindet Wohn- mit Gewerbenutzung. Es besteht aus einem Sockel mit Fitnessstudio sowie darüberliegenden Wohnungen und Hotelzimmern. Die Struktur berücksichtigt Lärmschutz, städtebauliche Integration und flexible Nutzbarkeit. Eine begrünte Wohnstraße, ein Spielplatz und ein Baumhain verbessern die Aufenthaltsqualität. Die Parkierung erfolgt überwiegend unterirdisch. Das Tragwerk ist als flexibles Stützen-Platten-System ausgelegt und die Fassade präsentiert sich als überlappende Holzfassade. Nachhaltigkeit, Anpassungsfähigkeit und ein hoher Wohnkomfort stehen im Zentrum des Konzepts.

STÄDTEDBAU

Das Gebäude wird städtebaulich sinnvoll von den Lärmquellen abgerückt und lärmsensible Nutzungen in die oberen Stockwerke verlegt, um die Belastung zu minimieren. Ein massiver Sockel entlang der Kornwegstraße dient als wirksamer Lärmschutz und nimmt lärmunempfindliche Nutzungen wie das Fitnessstudio auf. Zusätzlich sorgen gezielte bauliche Maßnahmen wie Loggien an exponierten Ecken für lärmreduzierte Belüftung und erhöhen so die Aufenthaltsqualität. Die Hauptachse der Überbauung „Butterfly“ wird im neuen Bauvorhaben weiterhin respektiert und behutsam fortgeführt.

ORGANISATION

Das Fitnessstudio bildet im Erdgeschoss eine markante Adresse zum Straßenraum, dient als lärmunempfindliche Nutzungspuffer. Die Wohnungen  im 6. Und 7. Obergeschoss sind als kompakte 3-Spänner organisiert: Jedes Treppenhaus erschließt eine durchgesteckte 4.5-Zimmer-Wohnung sowie zwei kleinere 2.5-Zimmer-Wohnungen. Die Hotelzimmer  sind im 2. Bis 5. Obergeschoss angeordnet.  Diese sind so  gestaltet, dass sie trotz der exponierten Lage Ruhe und hohe Aufenthaltsqualität bieten – etwa durch Loggien als Lärmschutz, spektakuläre Ausblicke auf die Jurakette und Alpen sowie die Integration in die Baumreihen entlang der Wohngasse.

KONSTRUKTION

Die Konstruktion und das Tragwerk des Gebäudes sind so konzipiert, dass sie der unterschiedlichen Lebensdauer der Bauteile gerecht werden und eine flexible Anpassung ermöglichen. Der Innenausbau kann ohne Eingriff in die tragende Struktur verändert werden, was zukünftige Nutzungsänderungen erleichtert. Auch die Fassade lässt sich bei Bedarf mit geringem Aufwand anpassen. Durch das klare Raster und die reduzierte Tragstruktur bleibt das Gebäude langfristig vielseitig nutzbar und zukunftsfähig.